Die Hamburg Flagge und Ihre Bedeutung

Hamburg Flagge

Die Flagge von Hamburg besteht in ihren Grundzügen bereits seit dem Mittelalter. Schon im 13. Jahrhundert wurde die farbliche Kombination von Rot und Weiß mit Hamburg und anderen Städten der Hanse assoziiert. Die stadtrechtliche Ordnung, alle Schiffe Hamburgs mit einem roten Flügel (dem sogenannten vlugher) auszustatten, gilt als ältestes bekanntes Gesetz zur maritimen Flaggenführung. Seither ist auch die Burg, in verschiedenen Variationen, als Stadtwappen Hamburgs nachgewiesen. Ursprünglich wurde sie, dem norddeutschen Backstein nachempfunden, noch in Rot abgebildet. Ein Senatsbeschluss im 18. Jahrhundert legte die heutige Farbgebung der Hamburg-Flagge fest.

Die Hamburg-Flagge ist sowohl ein Hoheitszeichen des Bundeslandes als auch der Stadt Hamburg, die als Millionenmetropole und Welthafen international sowohl wirtschaftliche als auch kulturelle Bedeutung erfährt. Die Beibehaltung der hanseatischen Heraldik (auch nach dem Ende der Hanse) spiegelt das Selbstverständnis Hamburgs als unabhängige und weltoffene Stadt, in der Diplomatie und kultureller Austausch einen hohen Stellenwert erfahren.

Das offizielle Landeswappen Hamburgs, das noch heute auf seinen Status als Stadtstaat verweist, zeigt neben der charakteristischen Burg zwei goldene Löwen und einen grüngeschmückten Helm. Es wird nur vom Parlament, bei repräsentativen Anlässen oder den höchsten (juristischen) Behörden Hamburgs genutzt.

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Das Hamburg-Wappen – Was man wissen sollte

Das Landeswappen Hamburgs zeigt eine weiße Burg mit drei Türmen auf rotem Grund. Über dem mittleren Turm befindet sich ein Kreuz, über den äußeren Türmen jeweils ein Stern. Der mittlere Turm verweist auf den historischen Mariendom. Bei den Sternen handelt es sich um Mariensterne, welche die Heilige Maria als Schutzpatronin der Stadt hervorheben. Die Farbgebung entspricht den Wappenfarben der norddeutschen Hanse. Auch andere ehemalige Hansestädte wie Bremen und Danzig führen bis heute ein rot-weißes Wappen.

Das (kleine) Hamburger Stadtwappen (ohne Verzierung) ist zur Verwendung freigegeben. Dies gilt nicht für das große Staatswappen (mit Helm und goldenen Löwen) oder das offizielle Logo der Stadt Hamburg (mit stilisierter Welle). Das löwenflankierte Staats- und Landeswappen Hamburgs darf nur von der Bürgerschaft, dem Hamburgischen Verfassungsgericht, dem Oberlandesgericht, dem Landgericht Hamburg und vom Senat verwendet werden. Das wellenverzierte Logo findet hingegen Gebrauch in allen anderen Behörden und öffentlichen Einrichtungen. Es ist als Marke geschützt.

 

Hamburg Geschichte und Symbolik

Hamburg verfügt sowohl als Hansestadt als auch als unabhängiger Stadtstaat über eine bewegte Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. In der Landesflagge von Hamburg sind Teile dieser bedeutsamen Geschichte festgehalten. Die in historischen Stadtsiegeln dargestellten Befestigungsanlagen, die das Vorbild für spätere Stadtwappen waren, verweisen auf die im 10. und 11. Jahrhundert entstandenen Burgen der Stadt. Darunter die Bischofsburg und die Hammaburg. Zugleich repräsentierte die christliche Symbolik (mit Kreuz und Mariensternen) die klerikale Herrschaft über die erzbischöfliche Altstadt.

Im Laufe des 13. Jahrhunderts erlangte Hamburg den Status als Freie Stadt. Die Bedeutung von Kreuz und Sternen wandelte sich zugunsten des auf dem Stadtgebiet befindlichen Mariendoms. Auch das abgebildete Mauerwerk erfuhr eine Bedeutungsveränderung. War es zuvor Ausdruck der in Hamburg befindlichen Befestigungen, wurde es fortan als Zeichen der (eigenen) Wehrhoheit interpretiert.

Die rot-weißen Farben der Hamburg-Flagge orientieren sich einerseits am charakteristischen Backsteinmauerwerk Hamburgs, während sie andererseits die Zugehörigkeit zur Hanse markieren. Die Aufteilung der Farben wechselte mehrmals. Während das Gemäuer ursprünglich (auf die Architektur verweisend) rot auf weißem Grund abgebildet wurde, legte ein Senatsbeschluss des Jahres 1751 die heutige Farbgestaltung fest. Das 1998 entwickelte Hamburg-Logo greift die historische Farbgebung wieder auf.

 

Was macht die Hamburg-Flagge so besonders?

Die Hamburg-Flagge hat im Laufe der Geschichte wenige Veränderungen erfahren. Historische Unterschiede zeigen sich lediglich in der per Senatsbeschluss verordneten Darstellungsweise. Da die Hamburg-Flagge sowohl Stadt- als auch Staatswappen trägt, wird sie in der öffentlichen Wahrnehmung stärker wahrgenommen als die Hoheitszeichen anderer Bundesländer. Unter Einwohnern und Touristen genießt sie hohes Ansehen, das sich in privat gehissten Hamburg-Fahnen und Souvenirartikeln ausdrückt.

 

Warum ist auf der Flagge von Hamburg eine Burg drauf?

Die Mauern und Türme, die auf Hamburg-Flaggen zu sehen sind, markierten zunächst eine hohe Zahl mittelalterlicher Festungsanlagen. Diese Bedeutung wandelte sich mit der politischen Unabhängigkeit und der Entwicklung Hamburgs zum Stadtstaat. Anstatt auf tatsächlich vorhandene Bauwerke zu verweisen, brachten Burgen auf den Hoheitszeichen von Hamburg ab dem 13. Jahrhundert die Wehrfähigkeit der Bevölkerung zum Ausdruck. Darüber hinaus bergen Mauern und Burgen ein symbolisches Potenzial. Ihre Farbe kann auf architektonische Charakteristika verweisen und ihr Tor betont entweder die Standfestigkeit und Souveränität der Stadt oder (im geöffneten Zustand) ihre Weltoffenheit für Gäste und Handelstreibende. Noch heute steht der Hamburger Hafen für die Lieferung und den Versand von Waren aus aller Welt.

Neben der farblichen Zugehörigkeit zur Hanse, finden sich auch Gemeinsamkeiten mit den Staatswappen anderer Länder. Die Backsteinmauer auf der Landesflagge von Hessen, sind hingegen eher zufällig, da Rot und Weiß auch über die Hanse hinaus historisch eine beliebte Kombination darstellten.

 

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